November – Dezember 2017

Sonntag, 5. November 2017
So, liebe Freunde, ab jetzt gibt es hin und wieder etwas zu lesen. Am Donnerstag sind wir nach unserem Deutschlandaufenthalt wieder zurück an Bord der Mon Amour und was haben wir in den letzten 2 Tagen gemacht? Natürlich das Schiff von dem vielen Sand befreit, was sehr viel Zeit in Anspruch genommen hat. Auch haben wir uns im Hafen umgesehen wer hier inzwischen eingekehrt ist. Er ist gut gefüllt und hier und da sind doch so einige Bekannte an Bord. Und erst das Wetter; 25°C und Sonne pur, was will man mehr??

Montag, 7. November 2017
Erst mal nach Arrecife; unsere Ersatzteile für das Dinghi sind endlich eingetroffen (im Juli bestellt!) die wollen wir abholen, bevor es ein anderer macht ;-) Auf dem Weg dorthin hörten wir im Radio von einem aussergewöhnlichem Frachter der Windkraftanlagen für die Insel bringt und den sehen wir uns natürlich an;
Upps, wir sehen ein Schiff bzw. Frachter mit 4 Pfeilern, zwei vorne, zwei hinten, fehlt hier das Dach? Wir denken, es sind Schornsteine, doch es sind die Windantriebe, die den 13 m breiten und 22m breiten Frachter antreiben. Die Firma Enercon aus Aurich, der bundesweit größte Hersteller von Windrädern, möchte den Transport der Windkraftanlagen so umweltfreundlich wie möglich gestalten und hat das Funktionsprinzip der vier Säulen von dem Physiker Gustav Magnus, der es bereits 1853 entdeckte, übernommen.Die Pfeiler sind 27 m hoch und 4m im Durchmesser. So funktioniert das Ganze;

Wenn Luft um ein rotierendes Objekt strömt, geschieht dies nicht gleichmäßig. Auf einer Seite entsteht ein Überdruck, sodass das Objekt in die andere Richtung geschoben wird. Fußballfans kennen das Phänomen: Bekommt der Ball bei einer Flanke einen Drall, zieht er eine bananenförmige Bahn.In den 20er-Jahren nutzte der hessische Ingenieur Anton Flettner den Magnus-Effekt für einen neuartigen Schiffsantrieb: Ein rotierender Zylinder, den der Wind umströmt, wird zur Seite gedrückt; kommt der Wind von der Seite, lässt sich der Zylinder – und damit das ganze Schiff – nach vorne drücken– Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/15650666 ©2017

Auf der Strecke zwischen Rotterdam und den Kanarischen Insel soll der CO2 Ausstoss  25 Tonnen weniger in die Atmosphäse blasen und 8 Tonnen weniger Treibstoff brauchen. Durch den regenerativen und sauberen Antrieb erreicht der Frachter auf dieser Strecke durch konstanten Wind sein Ziel rund 28 Stunden früher.

Auf jeden Fall hat dieser Frachter Bauteile für das Windkraftwerk Teguise I  an Bord. Anfang 2018 sollen vier Windgeneratoren mit einem Durchmesser von 30 Metern oberhalb von Zonzamas ausreichend Strom für rund 20.000 Haushalte auf der Insel produzieren.

Sonntag, 12. November 2017
HerBert….. dein Schiff ist da, aber wo bist Du????? Morgens um 9.00h ein Dröhnen im Hafen und an Bord der Mon Amour kommen die Erdhörnchen mal wieder zu Tage;-) Wir schauen zur Hafeneinfahrt und sehen vor lauter Wand das Schiff nicht mehr, die Mylin IV, ein Luxusliner fährt gerade in die Box und lässt schon mal mitten im Hafen den Anker fallen, plumps……

Das Schiff ist 61m lang und 9m breit, hat 16 Crewmitglieder und kann 8 Passagiere in 4 Kabinen aufnehmen. Welch ein Luxus….. nur uns bleibt leider jetzt der Sonnenuntergang versperrt!!!

Montag, 13. November 2017
Wir bekommen Tagesbesuch aus Fuerteventura! Ute und Detlef aus Kreuztal machen gerade Urlauf auf der Nachbarinsel und wir möchten den beiden Lanzarote ein wenig näher bringen. Um 10.45h legt die Fähre an und wir beginnen unsere Tour durch das Weingebiet Richtung Teguise mit einem kurzen Stop an einem Weingut. Bereits hier hatten die beiden einen richtig schönen Eindruck von „unserer“ Insel bekommen. Weiter ging es dann nach Guatiza, von wo man einen herrlichen Ausblick auf die Insel La Graciosa hat. Das Wetter zeigte sich mal wieder von der besten Seite, blauer Himmel und Sonne pur. Ein Besuch in den Jameos del Aqua durfte auch nicht fehlen und nach einer kleinen Stärkung ging es zurück nach Playa Blanca auf die Mon Amour. Da die beiden auch segeln, waren sie ganz besonders interessiert an unserem „Heim“. Zum Essen gingen wir ins Restaurant La Cubierta und dann wurde es auch schon Zeit, die beiden zurück zur Fähre zu bringen. Es war mal wieder ein wunderschöner Tag und schon haben zwei neue Lanzarote-Liebhaber mehr!

 

 

 

Donnerstag, 16.November 2017
Renate aus Kreuztal kommt heute zu uns an Bord für 10 Tage. Um 7.00h morgens sollte der Flieger in Weeze starten, alles war an Bord und es ging auf die Startbahn. Der Pilot drehte zwei Runden auf dem Flugplatz, dann Stillstand, dann Monteur an Bord, dann Mitteillung an alle Passagiere; Bremsen defekt, dann Umstieg in eine andere Maschine; zweiter Startversuch! Geklappt!!!! Mit einer Stunde Verspätung landete sie dann in Arrecife und wir konnten sie in Empfang nehmen. An Bord gab es viel zu erzählen und dann kam schon der „Müd“! Ach so, davor gab es noch ein Conjäckelchen mit getrockneten Aprikosen und Bitterschokolade, das Betthupferl!!

Freitag, 17. November 2017
Nach einem ausgedehnten Frühstück sind Renate und Gaby zu einer ausgiebigen Wanderung aufgebrochen in Richtung Papagayostrände, d.h. Berg rauf und Berg wieder runter. Auf dem ersten Strand waren schon viele Nackedeis zu sehen und auf dem Weg zum zweiten Stand begneten wir einem englischen Nacktbadepärchen, die uns baten, ein Foto von ihnen zu machen. Ofcourse, machen wir doch gerne. Gesagt, getan, doch als wir gehen wollten, fragten sie uns noch, ob sie mit uns ein Foto machen könnten, d.h. Gaby links, bekleidet, nackter Mann in der Mitte und Renate rechts, auch bekleidet!! Die nackte Frau war die Fotografin. Sie bedankten sich und wir gingen weiter, 20 m weiter, häää? Was war das denn gerade??? Wieso haben wir mit unserem Apparat kein Bild gemacht?? Jetzt haben wir leider kein Beweisfoto, ihr aber Kopfkino…….. Wir sind dann weiter bis zum 4.Strand gelaufen, haben dort auf der Restaurantterrasse ein kühles Radler getrunken und dann den Rückweg wieder angetreten. Nach 4 ½ Std. zurück in der Marina haben wir einen kurzen Stop auf der SY Ultima bei Margrit und Kurt gemacht, um uns dort einen Kaffee und einen Brandy abzuholen. Zurück an Bord der Mon Amour haben wir ruck zuck einen Salat und Thunfisch zubereitet.

Samstag, 18. November 2017
Markttag im Hafen! Nach dem Frühstück machte Renate einen kleinen Marktbummel, kam aber mit leeren Händen wieder! Die vielen Souveniere waren dann doch wohl nicht ihr Ding……. aber es gibt hier ein Sportgeschäft in Arrecife, mit Namen „Decathlon“ und wer hier mit leeren Händen raus geht, ist selber schuld, denn es gibt keine Sportart, die hier nicht bedient werden kann. Also hinein…. und wir wurden auch fündig; jeder hat einen kleinen Rucksack erstanden für unsere noch anstehenden Wanderungen für gaaanz kleines Geld! Auf dem Rückweg hat Renate noch schöne Fotos geschossen; 

Sonntag, 19. November 2017

Faulzentag! Nach unserem obligatorischen Sonntagsfrühstück „ein Strammer Max“ , eine Spezialität von Wolfgang, waren wir einfach zu faul, etwas zu unternehmen. Wolfgang und Renate machten nur eine kleine Hafenrundfahrt mit dem Schlauchboot und ruck ruck war es dann auch schon 16.00h, denn um diese Uhrzeit hatten wir ein Date auf der SY Ultima bei Margrit und Kurt, die uns zum Essen eingeladen haben. Es gab lecker Beauf Stroganoff!!!!! Und der Cognac mit einem Kaffee und Schokolade fehlte auch nicht!

Montag, 20. November 2017
Aufregung pur auf der Mon Amour…. wir probieren mal was Neues aus auf zwei Rädern; (Radfahren kann ja jeder….) Renate hatte die Idee, mal eine Segway-Tour zu machen und heute um 11.30h sollte es los gehen. Wir waren total aufgeregt; können wir überhaupt auf den Dingern stehen? Unser Instuctor Oleg hat uns eine super Einweisung gegeben; Gewicht auf die Fußballen vorne und das Ding fuhr vorwärts, Gewicht auf die Fersen, langsam rückwärts, und Vollbremsung gleich Kackstellung So einfach ist das!! Nach ein paar Übungen haben wir alle es verstanden und los ging die Tour ins Gelände, Richtung Papagayostrände, Berg hoch und wieder runter!! Wouah, das hat soooooo ein Spaß gemacht, das machen wir auf jeden Fall mal wieder! 

Anschließend sind Renate und Gaby noch zum Dorada-Strand gegangen, wo Renate sich sofort in die Fluten gestürzt hat. Gaby, das Frostpaket, hat einfach nur zugeschaut! So, jetzt genug Sport für heute!

Dienstag, 21. November 2017
Wandertag zur La Bomba in der Caldera Colorada. Es gibt einen schönen Wanderweg rund um den Vulkan, der so viele Farben hat. Auf dem Weg befinden sich viele Infotafeln, die das vulkanische Geschehen beschreiben. 

Auf dem Rückweg halten wir noch kurz in der Marina Puerto Calero. Dort treffen wir dann noch unerwartet Bekannte, Edwin und Marjo mit ihrem neuen Schiff, einem Traditionssegler (gebaut 1925) der Grace. Wir dürfen an Bord, helfen noch kurz beim Umlegen und können das Schiff besichtigen. Ein tolles Erlebnis für Renate!  

Mittwoch, 22. November 2017
Schon wieder Wandertag für Renate und Gaby. Diesmal geht es nach El Golfo durch viel Lavageröll am Meer entlang, Hügel rauf und Hügel wieder runter, Augen zur Landschaft und Augen wieder zu den Füßen um nicht zu stolpern. Ein sehr anspruchsvoller Weg, aber mit schönen Farbenspielen und immer wieder das rauschende Meer im Hintergrund. 

So, und nicht das ihr denkt, wir machen nur einen Spaziergang. Hab mal die Route in GoogleEarth eingezeichnet, nur die km konnte ich leider nicht ermitteln;

Donnerstag, 23. November 2017

Heute hat uns unser Stegnachbar Ruppi zu einer Segeltour eingeladen und Renate freut sich riesig. Der Wind war gut, kam aus Süd mit ca 6 Beauf. und hat uns und das Schiff nach Fuerteventura, nach Corralejo gebracht. Ruppi wollte sehen, wie viele Schiffe dort vor Anker liegen, da er in den nächsten Tagen selbst dort ankern möchte. Nach 1 1/2 Std. schönem segeln waren wir am Ziel, dann eine Wende und wieder zurück. Renate ist total segeltauglich und saß sogar zwischendurch ganz vorn beim Anker!! 

 

Zum Dank für diesen Segelausflug haben die Frauen der Mon Amour abends für Ruppi und uns was leckeres gekocht.

Freitag, 24. November 2017
Renate´s letzten Tag lassen wir langsam angehen. Nach dem Frühstück „vertschüsst“ sie sich bei den Schweizern von der SY Ultima bei Margrit und Kurt, dann noch ein letztes kurzes Sonnenbad für dieses Jahr und schon machen wir uns auf den Weg nach Playa Blanca. Renate hat uns eingeladen zum Fischessen ins Casa Pedro. Der Fisch des Tages nannte sich „Hawai“ (haben wir noch nie gehört…) ein Weißfisch, bei dem allerdings das Hularöckchen fehlte, der aber so was von lecker war. Der Geschmack schmeckte uns!!! Zum Anschluß nahmen wir noch einen Cocktail in der Bar La Terraza in der Marina.

Samstag, 25. November 2017
Der Himmel weinte sogar bei Renates Abschied und den Weg zum Auto mussten wir doch glatt mit Schirm machen! Der Regen hörte aber schnell wieder auf und zum Flughafen kamen wir trockenen Fusses. Im Flieger mußte Renate aber 1 Stunde warten, bevor dieser startete, da eine Gewitterfront die Fluglinie kreuzte. Wir haben derzeit unsere Bekannten aus der alten Heimat, Michael und Ellen besucht, die sich in Playa Blanca einen Bungalow gemietet haben und jetzt müssen wir mal heftig Reklame machen;

Hier mal der Link für Interessenten;

https://www.traum-ferienwohnungen.de/104046/